Transparenz ist mir wichtig: Dieser Beitrag enthält Links zu Produkten aus meinem Shop und ist daher als Werbung gekennzeichnet. Es sind jedoch ausschließlich Dinge, die ich selbst liebe und euch von Herzen empfehle.
Grounding: Warum uns die Verbindung zur Erde so guttut
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr im Sommerurlaub das erste Mal barfuß über den warmen Sand lauft? Oder wenn ihr im Garten steht, die Schuhe auszieht und das weiche Gras unter den Füßen spürt? Plötzlich fällt eine innere Anspannung ab, man atmet tiefer durch und fühlt sich irgendwie… angekommen.
Genau dieses Gefühl hat einen Namen: Grounding (oder auf Deutsch: Erdung). Seit einigen Jahren lese ich nun immer wieder davon – in Zeitschriften, auf Social Media, in Podcasts. Überall taucht dieses Wort auf. Und ich muss sagen: Es hat mich neugierig gemacht. So neugierig, dass ich mich richtig eingelesen habe und euch heute unbedingt hier im Journal erzählen möchte, was es damit auf sich hat.
Was ist Grounding eigentlich und woher kommt es?
Das Spannende ist: Grounding ist eigentlich gar kein neuer Trend. Die Praxis, sich bewusst mit der Erde zu verbinden, ist uralt. Schon in der traditionellen chinesischen Medizin spielt die Lebensenergie “Qi” eine zentrale Rolle, die durch den Kontakt mit der Natur fließen soll. Im indischen Ayurveda gilt Erdung als wichtiger Ausgleich für innere Unruhe. Und auch die alten Griechen, Römer und Ägypter nutzten die Erde als natürlichen Leiter.
In den 1920er und 1930er-Jahren begannen französische Biophysiker erstmals, die Wirkung von Erdung auf den menschlichen Körper wissenschaftlich zu untersuchen. Richtig bekannt wurde das Thema aber erst um 2010, als Clint Ober ein amerikanischer Pionier auf dem Gebiet – zusammen mit Ärzten das Buch “Earthing” veröffentlichte. Seitdem hat sich Grounding Schritt für Schritt verbreitet, und seit etwa 2020 ist es durch Social Media so richtig in aller Munde angekommen. Mittlerweile berichten große Medien darüber, es laufen klinische Studien und immer mehr Menschen integrieren es bewusst in ihren Alltag.
Ich lese nun schon seit einiger Zeit immer wieder darüber und finde es faszinierend, wie ein so einfaches, uraltes Prinzip gerade eine solche Renaissance erlebt. Deshalb wollte ich euch unbedingt hier aufschreiben, was es damit auf sich hat.
Wie funktioniert das eigentlich?
Wenn wir uns mal ehrlich unseren Alltag anschauen, verbringen wir die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Und wenn wir draußen sind, tragen wir festes Schuhwerk mit dicken Kunststoffsohlen. Wir haben den direkten Kontakt zur Erde fast komplett verloren. Dabei geht die Grounding-Theorie davon aus, dass genau dieser Kontakt für unseren Körper unglaublich wichtig ist.
Die Idee dahinter ist faszinierend: Die Erde hat eine natürliche, sanfte elektrische Ladung. Wenn wir barfuß laufen oder mit den Händen in der Erde wühlen, nehmen wir diese Energie in Form von Elektronen auf. Diese Elektronen sollen in unserem Körper wie natürliche Antioxidantien wirken und freie Radikale neutralisieren, die durch Stress, Umweltgifte oder einfach unseren hektischen Alltag entstehen.
Warum tut uns das so gut?
Ich finde es unglaublich spannend, was dieser einfache Kontakt zur Natur in uns auslösen kann. Auch wenn die Wissenschaft das Thema gerade erst so richtig für sich entdeckt und noch viel geforscht wird, zeigen erste Studien und vor allem unzählige Erfahrungsberichte, wie positiv sich Grounding auswirken kann.
Viele Menschen berichten, dass sie durch regelmäßiges Erden besser und tiefer schlafen. Das Nervensystem, das bei uns Mamas und Gründerinnen ja oft auf Hochtouren läuft, kann sich beruhigen. Der Stresspegel sinkt, wir fühlen uns ausgeglichener und ruhiger. Eine klinische Studie aus dem Jahr 2025 hat sogar gezeigt, dass Grounding innerhalb von nur 31 Tagen Stress, Schlaflosigkeit und Tagesmüdigkeit deutlich reduzieren konnte. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass Erdung Entzündungen im Körper reduzieren und bei chronischen Schmerzen helfen kann.
Für mich macht das absolut Sinn. Wenn ich an meine Zeit im Garten denke, wenn ich die Hände tief in die Erde stecke, um unsere Beete zu bepflanzen das ist für mich pure Erholung. In diesen Momenten rattert der Kopf nicht mehr, ich bin ganz im Hier und Jetzt. Das ist mein ganz persönliches Grounding.
Wie können wir Grounding in unseren Alltag integrieren?
Das Schöne an diesem Thema ist: Es kostet nichts und wir können es jederzeit und überall ausprobieren. Wir müssen dafür nicht erst teure Geräte kaufen oder komplizierte Techniken lernen.
Hier sind ein paar ganz einfache Ideen, wie wir uns im Alltag wieder mehr erden können:
Schuhe ausziehen: Der einfachste Weg! Sobald das Wetter es zulässt, einfach mal barfuß über den Rasen im Garten oder im Park laufen. Fünf bis zehn Minuten reichen schon, um einen Unterschied zu spüren.
Hände in die Erde: Gartenarbeit ist nicht nur schön für die Seele, sondern auch perfektes Grounding. Wenn ihr keinen Garten habt, reicht auch das Umtopfen von Pflanzen auf dem Balkon. Hauptsache, ihr spürt die Erde an euren Händen.
Wasser spüren: Ein Spaziergang am Strand, bei dem die Füße vom Meerwasser umspült werden, oder ein Bad im See sind wunderbare Möglichkeiten, sich mit der Natur zu verbinden.
Einfach mal hinsetzen: Setzt euch bei eurem nächsten Spaziergang einfach mal direkt auf den Boden, auf einen Stein oder lehnt euch an einen Baum.
Ein wundervolles Buch zum Thema Grounding
Und nun gibt es darüber auch noch ein wundervolles Buch, das ich euch unbedingt zeigen möchte! Es heißt “Grounding Wie du dich erdest und zu mehr Wohlbefinden, innerer Balance und Energie findest” von Donna Raskin, mit liebevollen Illustrationen von Bea Müller, und erscheint am 28. Mai im Knesebeck Verlag.
Das Buch ist einfach nur wunderhübsch. Es ist hochwertig gestaltet, kompakt und voller Hintergrundwissen und praktischer Übungen von Barfußgehen über Meditation bis hin zu Waldbaden. Alles ist so aufgebaut, dass man sofort starten kann, ohne Vorkenntnisse. Es ist genau die Art von Buch, die man sich auf den Nachttisch legt und immer wieder gerne zur Hand nimmt.
Das Buch wird es auch bei uns im Shop geben und ihr könnt es dort auch schon vorbestellen! Ich freue mich riesig darauf und bin gespannt, wie es euch gefällt.
Hier kommst Du direkt zum Buch

Autorin: Donna Raskin / Illustration: Bea Müller / Verlag: Knesebeck
Für mich ist Grounding eine wunderschöne Erinnerung daran, dass wir ein Teil der Natur sind und dass sie uns genau das geben kann, was wir in unserem oft so lauten und schnellen Alltag brauchen: Ruhe, Kraft und Balance. Ich bin froh, dass ich mich endlich richtig damit beschäftigt habe, und wollte das unbedingt mit euch teilen.
Vielleicht habt ihr ja Lust, es in den nächsten Tagen einfach mal auszuprobieren. Zieht die Schuhe aus, spürt das Gras unter den Füßen und atmet tief durch.
Habt ihr schon mal bewusst auf dieses Gefühl geachtet, wenn ihr barfuß draußen seid? Verratet es mir gerne in den Kommentaren!
Eure Miriam

